“Like a neural network”

Dr. Georg Allendorf and Thomas Krings explain how digitalization is changing Wealth Management.

 

 

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Dr. Georg Allendorf and Thomas Krings explain how digitalization will change wealth management

Dr. Georg Allendorf, supervisory board of DWS, und Thomas Krings, managing director of IRM Management Network GmbH.
(We´re sorry - the interview is only
available in German)

Herr Dr. Allendorf: Alle reden momentan über die Digitalisierung. Welche Trends sehen Sie in der Fonds- und Immobilienbranche?

Momentan liegt der Schwerpunkt der Entwicklung auf den Prop Techs, die an einem bestimmten Punkt an der Wertschöpfungskette ansetzen, also rund um die Immobilie. Dadurch werden die Geschäftsmodelle insbesondere unserer Partner digitalisiert. Indirekt profitieren wir als Vermögensverwalter natürlich auch von diesen Optimierungen. Aber Anbieter, die sich auf Technologien zur Optimierung unserer ureigensten Prozesse kümmern, also im sogenannten Wealth Tech-Bereich, gibt es relativ wenig.

Herr Krings: In welchen Bereichen werden die Wealth Tech-Methoden die Vermögensverwaltung verändern?

Insbesondere dort, wo heute noch relativ personalintensive Arbeiten anfallen, die manuell verrichtet werden müssen. Wir wollen alle unsere Prozesse, die automatisierbar sind, auch weitestgehend automatisieren. Betroffen sind zu allererst hausinterne Strukturen und Prozesse eines Fondsmanagers, die Zusammenarbeit mit Partnern im Wertschöpfungsprozess sowie insbesondere die Interaktion mit Investoren. Im Fokus sehen vor allem zeitintensive, aber nicht wertschöpfende Tätigkeiten.

Dr. Allendorf: Wie hoch sind die Einsparpotenziale bzw. Effizienzgewinne durch konsequente Digitalisierung? Können Sie uns hier ein Beispiel und Zahlen nennen?

Wir haben uns zunächst gefragt, wieviel Arbeit unserer Asset-Manager durch Bots eingespart werden kann. Die Antwort lautet zwischen 15 und 25 Prozent, wenn man einem Bot repetitive Tätigkeiten übernehmen lässt. Durch Outsourcing sowie diverse Prozessoptimierungen haben wir zudem keine buchhalterischen Softwareprodukte mehr im Einsatz. Diese Systeme nutzen unsere Dienstleister in unserem Auftrag. Wir nutzen ein für unser Geschäftsmodell spezialisiertes Softwareprodukt, den Real Estate-Value Value Creator (RE-VC) in allen Bereichen. Auf diese Weise konnten wir die Verwaltungskosten deutlich senken und insbesondere mehr Ressourcen im Wealth Management zum Wohle unserer Investoren binden.

Wie profitieren institutionelle Investoren von dieser Entwicklung?

Dr. Allendorf: Unsere Teams sollen sich insbesondere auf vorausschauendes, nachhaltiges Vermögensmanagement, auf die Strategieentwicklung als Antwort auf mögliche Chancen und Risiken konzentrieren. Neue Technologien nutzen wir um den direkten Dialog mit unseren Investoren zu suchen. Daneben muss der Investor die Möglichkeit haben, eigene Analysen zu erstellen und weiterzuverarbeiten – natürlich auf jedem beliebigen mobilen Endgerät. Das heißt, dass auch die Portfolioanalysen des Anlegers genauer bzw. schneller werden. Wenn nötig, kann er zeitnah Risikoinstrumente implementieren. Gerade wenn wir von Real-Time-Daten sprechen, kann der institutionelle Investor in seinem Portfolio schneller reagieren. Wealth Tech fördert daher die Interaktion mit den Investoren, bietet mehr Transparenz und unterstützt eine nachhaltige Strategierealisierung.

Die digitale Transformation wird bestehende Organisationsstrukturen bei Vermögensverwaltern nachhaltig verändern. Welche sind das?

Dr. Allendorf: Wir sehen einen weiteren Outsourcing-Trend zur Optimierung der Wertschöpfungskette. Wie zuvor schon im Bereich des Property Managements ist diese Entwicklung nun auch beim Accounting angekommen. Eine Auslagerung in diesem Bereich wäre aber gar nicht möglich ohne Systeme, die einen Datenaustausch zwischen den verschiedenen outgesourcten Einheiten ermöglichen und verbessern würden. Daneben entlasten wir unsere Teams von zeitraubenden Tätigkeiten durch digitale Assistenzsysteme zur Unterstützung des Fondsmanagements. Unser Team soll sich auf die Wertschöpfung für unsere Investoren konzentrieren können.

Herr Krings: Wie funktionieren diese digitalen Assistenzsysteme? Mit welchen Wealth-Technologien unterstützen Sie die DWS?

Sie müssen sich das als virtuelles Netz vorstellen. Genau das ist das Herzstück des Real Estate-Value Creator (RE-VC), welcher das Fondsvermögen vertragsscharf in Ursachen und Wirkungen verbindet. Erstellt, gepflegt, geschult wird das Netz durch die spezialisierten Fachbereiche. Genutzt wird es aber auch durch digitale Assistenzsysteme, sogenannte Bots, welche autonome Aufgaben zur Real-Time-Qualitätsprüfung sowie im Controlling und Forecasting übernehmen.

 

The Property Post Letter 241, 26. September 2019

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